Holzpflaster

Holzpflaster wird seit Jahrhunderten an Hufbeschlagplätzen in Schmieden verwendet, wo Hirnholzklötze von etwa 10 cm Höhe lose in ein Sandbett gelegt wurden, das ringsum von einem Steinboden eingefaßt ist. Extrem hohe Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit und leichte Reparaturmöglichkeiten durch einfaches Auswechseln der beschädigten Klötze, sind auch heute die wichtigsten Eigenschaften von Holzpflaster. Diese Eigenschaften eines Hirnholzbodens führten in den fünfziger Jahren unseres Jahrhunderts dazu, daß Holzpflaster auch in anderen Werkstätten, in denen mit schweren und zerbrechlichen Metallteilen gearbeitet wird, z.B. in Gießereien, Panzerhallen usw., in großem Umfang eingesetzt wurde. Das führte dann zur Normung von Holzpflaster GE. Gegenwärtig stehen drei verschiedene Holzpflastermaterialien zur Verfügung:

  • Holzpflaster GE nach DIN 68701 für gewerbliche und industrielle Zwecke
  • Holzpflaster RE-W nach DIN 68702 für Werkstätten und ähnliche Anwendungsbereiche
  • Holzpflaster RE-V nach DIN 68702 für Räume in Versammlungsstätten, Schulen, Wohnungen

Die für diese drei verschiedenen Holzpflasterarten eingesetzte Materialien, unterscheiden sich im wesentlichen durch die Größe der Klötze, Materialstärke sowie der Art der Vorbehandlung des Holzes (z.B. Imprägnierung). Holzpflaster werden in der Regel aus Kiefer, Fichte und Lärche hergestellt. Seltener werden Eiche oder andere Hölzer verwendet.

 
 
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